Sparplan-Rechner
Sparplan berechnen: Aus Startkapital, monatlicher Sparrate, Zinssatz und Laufzeit erhalten Sie Endkapital, Einzahlungen und Zinsen mit Jahrestabelle. Sehen Sie, ab wann die Zinsen Ihre Einzahlungen überholen, und welche Rate Ihr Sparziel wirklich erreicht.
Der Sparplan-Rechner zeigt, wie aus einem Startkapital und einer festen Monatsrate über die Jahre ein Vermögen wird. Jeden Monat kommt die Rate dazu, und das gesamte Guthaben wird verzinst.
Kurzüberblick
So funktioniert es: Der Sparplan-Rechner zeigt, wie aus einem Startkapital und einer festen Monatsrate über die Jahre ein Vermögen wird.
Regel und Werte: Gerechnet wird monatlich: Guthaben neu = (Guthaben alt + Rate) × (1 + Zinssatz/100/12).
Beispiel: Sie starten mit 1.000 €, sparen 200 € im Monat zu 5 Prozent und bleiben 20 Jahre dabei.

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So funktioniert es
Gerechnet wird monatlich: Guthaben neu = (Guthaben alt + Rate) × (1 + Zinssatz/100/12). Der Jahreszins wird also in zwölf gleiche Monatsschritte zerlegt, eine übliche Vereinfachung.
Berechnetes Beispiel
Sie starten mit 1.000 €, sparen 200 € im Monat zu 5 Prozent und bleiben 20 Jahre dabei. Eingezahlt haben Sie am Ende 49.000 €. Auf dem Konto stehen 85.261,90 €. Die Differenz von 36.261,90 € sind Zinsen, die Sie nie eingezahlt haben.
So erhalten Sie ein verlässliches Ergebnis
Nutzen Sie Werte aus echten Unterlagen: Gehaltsabrechnung, Vertrag, Bescheid oder Rechnung. Fragt ein Feld nach einem Satz, übernehmen Sie den Wert aus Ihrem Vertrag statt eines Werbewerts. Sie vergleichen mehrere Szenarien? Ändern Sie immer nur einen Wert auf einmal und notieren Sie, was sich verändert hat.
Die Jahrestabelle macht den Verlauf sichtbar: Am Anfang tragen die Einzahlungen das Wachstum, später übernehmen die Zinsen. Genau dieser Kipppunkt ist der Moment, ab dem Sparen sich von selbst trägt.
Der Rechner macht eine Entwicklung sichtbar, die viele Sparer unterschätzen: das Kippen der Beiträge. In den ersten Jahren stammt fast das gesamte Guthaben aus Ihren Einzahlungen, die Zinsen sind ein kleines Zubrot. Im Ausgangsbeispiel stehen nach 10 Jahren 25.000 € Einzahlungen nur 7.832,87 € Zinsen gegenüber. Nach 20 Jahren sind aus den Zinsen 36.261,90 € geworden, und sie wachsen dann jedes Jahr um einen Betrag, der Ihre Jahresrate fast erreicht.
Ein praktischer Aspekt zum Schluss: Der beste Zeitpunkt, eine Rate zu erhöhen, ist der Moment einer Einkommenssteigerung, bevor sich der Lebensstandard an das neue Geld gewöhnt hat. Wer von jeder Gehaltserhöhung die Hälfte in den Sparplan umlenkt, steigert seine Rate über ein Berufsleben mehrfach, ohne je eine Einschränkung zu spüren. Die Anbieter nennen das Dynamik; der Effekt dahinter ist derselbe, den die 30-Jahres-Rechnung zeigt: Die zusätzlichen Beträge zahlen in die Jahre ein, in denen der Zinseszins am stärksten arbeitet. Ohne automatische Dynamik hilft ein fester Jahrestermin im Kalender, an dem Sie die Rate manuell anheben.
Wann dieses Tool sinnvoll ist
Nutzen Sie den Rechner, wenn Sie einen Banksparplan, einen ETF-Sparplan (hier ohne Kosten und Steuern) oder das Sparen auf ein Ziel wie Eigenkapital für eine Immobilie durchrechnen wollen.
Schritt für Schritt
- Startkapital eingeben (0, wenn Sie bei null anfangen).
- Monatliche Sparrate eintragen.
- Zinssatz oder erwartete Rendite pro Jahr wählen.
- Laufzeit in Jahren festlegen.
- Endkapital, Einzahlungen und Zinsen in der Jahrestabelle ablesen.
Felder und Ergebnisse, erklärt
Das Startkapital ist der Betrag, der ab dem ersten Monat mitarbeitet. Die Sparrate wird zum Monatsanfang eingezahlt. Der Zinssatz bleibt über die ganze Laufzeit konstant, die Laufzeit zählt in vollen Jahren.
Im Ergebnis sehen Sie Endkapital, die Summe Ihrer Einzahlungen und den Zinsanteil. Die Tabelle zeigt für jedes Jahr, wie viel Sie eingezahlt haben und wie stark die Zinsen bereits mitarbeiten.
Das Startkapital wirkt stärker als sein Betrag vermuten lässt, weil es die volle Laufzeit mitarbeitet. Die 1.000 € aus dem Beispiel wachsen in 20 Jahren bei 5 Prozent auf gut 2.712 € an, ganz ohne eigenes Zutun. Ein Startkapital von 5.000 € würde entsprechend rund 13.563 € zum Endstand beitragen. Deshalb lohnt es sich, vorhandene Guthaben, die für dasselbe Ziel vorgesehen sind, in den Plan einzubeziehen, statt bei null zu starten und das Geld unverzinst daneben liegen zu lassen.
Der Zinssatz ist eine Annahme, die Sie nach Sparform wählen: sichere Banksparpläne und Festgeld bringen niedrigere, vertraglich feste Sätze, während der Wert für einen ETF-Sparplan eine langfristige Durchschnittserwartung beschreibt. Der Unterschied ist groß: Bei 3 Prozent endet das Beispiel bei 67.645,31 €, bei 7 Prozent bei 108.831,82 €, bei identischen 49.000 € Einzahlungen. Rechnen Sie deshalb immer mindestens zwei Zinsszenarien und beurteilen Sie Ihren Plan am schwächeren Wert.
Die Methode im Detail
Gerechnet wird monatlich: Guthaben neu = (Guthaben alt + Rate) × (1 + Zinssatz/100/12). Der Jahreszins wird also in zwölf gleiche Monatsschritte zerlegt, eine übliche Vereinfachung.
Steuern und Produktkosten sind nicht enthalten. Für einen ETF-Sparplan mit Steuer- und Kostenmodell nutzen Sie den ETF-Sparplan-Rechner, für das reine Zinsprinzip den Zinseszinsrechner.
Die monatliche Rechnung bildet den realen Zahlungsrhythmus ab: Die Rate wird zu Monatsbeginn addiert und das gesamte Guthaben danach mit einem Zwölftel des Jahreszinses verzinst. Im Beispiel summieren sich 1.000 € Startkapital plus 48.000 € Raten auf 49.000 € Einzahlungen, das Endkapital beträgt 85.261,90 €. Die Zinsen von 36.261,90 € machen damit gut 42 Prozent des Endstands aus, obwohl der Zinssatz mit 5 Prozent unspektakulär wirkt.
Was die Laufzeit anrichtet, zeigt der Vergleich mit 30 Jahren: Ohne Startkapital und mit denselben 200 € im Monat werden aus 72.000 € Einzahlungen 167.145,28 €, die Zinsen übersteigen mit 95.145,28 € erstmals die Einzahlungen. Diese Nichtlinearität ist der Kern des Zinseszinses: Zehn zusätzliche Jahre bringen mehr Zuwachs als die gesamten ersten zehn Jahre zusammen.
Eine Annahme des Modells sollten Sie kennen, bevor Sie Zahlen in einen Vertrag übernehmen: Der Zinssatz bleibt über die gesamte Laufzeit konstant. Banksparpläne halten diese Annahme in der Regel ein, weil ihr Satz vertraglich feststeht oder an eine nachvollziehbare Referenz gekoppelt ist. Bei einem ETF-Sparplan dagegen beschreibt der Satz nur den Durchschnitt; der tatsächliche Verlauf schwankt, und das Endkapital kann bei gleichem Durchschnitt durch die Reihenfolge der Jahre etwas abweichen. Für Ziele mit festem Termin, etwa dem Eigenkapital zu einem geplanten Kaufjahr, sollten Sie die letzten Jahre vor dem Ziel in schwankungsarme Anlagen umschichten, statt bis zum Schluss auf den Durchschnittswert zu vertrauen.
Weiteres Beispiel: klein anfangen
Ohne Startkapital, mit 100 € im Monat zu 3 Prozent über 10 Jahre: Eingezahlt werden 12.000 €, am Ende stehen 14.009,08 € auf dem Konto. Die Zinsen von 2.009,08 € machen knapp ein Sechstel des Endbetrags aus, ein guter Anfang, der mit längerer Laufzeit stark wächst.
Häufige Fehler
- Die Rate zu hoch ansetzen und nach wenigen Monaten wieder kündigen: Der beste Sparplan ist der, den Sie durchhalten.
- Rendite der letzten Jahre einfach fortschreiben: Börsenjahre sind keine Sparbuchzinsen.
- Notgroschen und langfristiges Sparen vermischen: Wer bei jeder Reparatur ans Depot geht, zerstört den Zinseszins.
- Den Sparplan ohne konkretes Ziel einrichten: Ohne Zielbetrag und Termin lässt sich nicht prüfen, ob Rate und Laufzeit überhaupt ausreichen.
Praktische Tipps
- Richten Sie den Dauerauftrag auf den Tag nach dem Gehaltseingang, dann fehlt das Geld gar nicht erst im Alltag.
- Erhöhen Sie die Rate mit jeder Gehaltserhöhung um die Hälfte der Erhöhung, das fällt kaum auf und wirkt enorm.
- Prüfen Sie einmal im Jahr, ob Rate und Ziel noch zusammenpassen, statt ständig umzuschichten.
- Rechnen Sie Ihr Ziel einmal rückwärts: Stellen Sie die Rate so lange nach, bis der Endbetrag Ihr Ziel erreicht, statt eine runde Rate nach Gefühl zu wählen.
Grenzen dieses Tools: Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben und der aktuell geprüften Werte. Verbindliche Werte erhalten Sie nur von der zuständigen Behörde, Ihrer Bank oder Ihrem Steuerberater.
Weiter entdecken
Passend zu diesem Thema: ETF-Sparplan-Rechner, Gesetzliche-Rente-Rechner, Zinseszinsrechner und die Übersicht Sparen, Investieren & Rente.
Referenztabelle
| Monatsrate | Eingezahlt (20 J., 5 %) | Zinsen | Endkapital |
|---|---|---|---|
| 100 € | 24.000 € | 17.274,63 € | 41.274,63 € |
| 200 € | 48.000 € | 34.549,26 € | 82.549,26 € |
| 300 € | 72.000 € | 51.823,89 € | 123.823,89 € |
Sparplan oder Einmalanlage: was bringt mehr?
Bei gleicher Gesamtsumme gewinnt fast immer die frühe Einmalanlage, weil jeder Euro die volle Zeit mitarbeitet. In der Praxis zahlt der Sparplan aber über die Jahre mehr ein und diszipliniert. Der Einmalzahlung-oder-Sparplan-Rechner stellt beide Wege mit Ihren Zahlen gegenüber.
Die Rate dynamisieren: der unterschätzte Trick
Erhöhen Sie Ihre Rate jedes Jahr nur um 3 Prozent, zahlen Sie über 20 Jahre statt 48.000 € gut 64.500 € ein und das Endkapital steigt entsprechend kräftig. Viele Sparplan-Anbieter bieten die Dynamik als Option an, ein Haken im Formular genügt.
Sparziele rückwärts rechnen: vom Wunschbetrag zur Rate
Die meisten Sparer denken vorwärts, von der Rate zum Endbetrag. Für konkrete Ziele ist die Rückwärtsrechnung nützlicher: Sie brauchen in 10 Jahren 20.000 € Eigenkapital für eine Wohnung. Mit diesem Rechner probieren Sie systematisch, bis die Kombination stimmt: Bei 5 Prozent Zinsen erreichen 100 € im Monat ohne Startkapital gut 15.593 € in 10 Jahren, das reicht nicht. Mit 130 € monatlich oder einem Startkapital von einigen tausend Euro schließt sich die Lücke. Legen Sie für unvermeidliche Schwankungen, etwa bei Börsenanlagen, einen Sicherheitsaufschlag von 10 bis 15 Prozent auf die rechnerische Rate.
Notgroschen zuerst: die Reihenfolge beim Sparen
Bevor ein langfristiger Sparplan beginnt, gehört ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben auf ein jederzeit verfügbares Konto. Ohne diese Reihenfolge wird jede Autoreparatur zum Sparplan-Killer, weil das einzige verfügbare Geld im Depot liegt und im Zweifel mit Verlust verkauft wird. Erst das Geld darüber hinaus gehört in Pläne mit 10, 20 oder 30 Jahren Laufzeit, wie sie dieser Rechner abbildet. Wer die Reihenfolge umkehrt, spart auf dem Papier effizienter und scheitert in der Praxis an der ersten ungeplanten Ausgabe.
Offizielle Quellen
Die verwendeten Werte entsprechen dem aktuellen Stand. Alle Ergebnisse sind Schätzungen und ersetzen keine Beratung durch Steuerberater, Bank oder Behörde.
Häufige Fragen
Sie ist eine Rechenvereinfachung, die den Zahlungsrhythmus gut abbildet. Banken schreiben Zinsen teils täglich, vierteljährlich oder jährlich gut, Fonds entwickeln sich ohnehin in Kurssprüngen statt in glatten Schritten. Für die Planung über viele Jahre ist das Monatsmodell genau genug: Die Abweichungen liegen im kleinen einstelligen Prozentbereich und damit unter der Unsicherheit Ihrer Renditeannahme.
Beides wirkt, aber verschieden. Die Rate skaliert fast linear: doppelte Rate, grob doppeltes Endkapital. Die Zeit wirkt über den Zinseszins überproportional: 200 € im Monat ohne Startkapital wachsen in 20 Jahren auf 82.549,26 €, in 30 Jahren auf 167.145,28 €, mehr als doppelt so viel bei nur 50 Prozent mehr Einzahlungen. Fünf Jahre mehr Laufzeit schlagen deshalb oft 50 € mehr Rate.
Rechnen Sie mit dem Betrag, der heute schon für dieses Sparziel bereitliegt. Er arbeitet ab dem ersten Monat mit und wächst im Beispiel mit 1.000 € in 20 Jahren bei 5 Prozent auf gut 2.712 €. Geld für den Notgroschen gehört dagegen nicht in diese Rechnung, weil es jederzeit verfügbar bleiben muss. Rechnen Sie im Zweifel beide Varianten und sehen Sie sich den Abstand an.
Weil dieses Grundmodell das Wachstumsprinzip für alle Sparformen zeigen soll, von Festgeld bis zum Depot. Steuern und Kosten unterscheiden sich je nach Anlage zu stark für eine einzige Zahl: Auf Zinsen und Gewinne fallen in der Regel 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, gemildert durch den Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr. Für ETF-Sparpläne mit Kosten- und Steuermodell nutzen Sie den ETF-Sparplan-Rechner.
Für breit gestreute Aktien-ETFs werden langfristig oft 5 bis 7 Prozent pro Jahr genannt, als Durchschnitt über Jahrzehnte, vor Kosten und Steuern; einzelne Zeiträume lagen deutlich darunter oder darüber. Rechnen Sie deshalb ein Vorsichtsszenario mit 3 Prozent daneben: Im Beispiel sinkt das Endkapital dann von 85.261,90 € auf 67.645,31 €. Bleibt Ihr Ziel auch dort erreichbar, ist der Plan belastbar.
Ja, rechnen Sie Ihre Zahlung einfach auf den Monat um: Ein Jahresbetrag von 2.400 € entspricht einer Monatsrate von 200 €, ein Wochenbetrag wird mit 52 durch 12 auf den Monat hochgerechnet. Kleine Unterschiede entstehen, weil das Modell gleichmäßige Monatsraten annimmt. Relevant wird der Rhythmus nur bei sehr kurzen Laufzeiten oder echten Ausführungsgebühren pro Kauf.
Wer jeden Monat denselben Betrag in schwankende Anlagen wie ETFs investiert, kauft bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Der durchschnittliche Einstiegspreis glättet sich, und Sie müssen keinen Kaufzeitpunkt erraten. Der Effekt senkt das Timing-Risiko, ist aber keine Renditegarantie: Bei stetig steigenden Kursen wäre die frühe Einmalanlage im Rückblick besser gewesen.
Eine verbreitete Faustregel legt 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens zurück, zuerst für den Notgroschen, danach für langfristige Ziele. Entscheidend ist die Passung zum Ziel: Rechnen Sie vom Zielbetrag rückwärts, welche Rate nötig ist, statt eine runde Zahl zu raten. Und wählen Sie einen Betrag, den Sie auch in schwachen Monaten ohne Kündigung durchhalten.
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