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ETF-Sparplan-Rechner

ETF-Sparplan berechnen: Sparrate, Anfangskapital, Laufzeit und Rendite eingeben und den Endwert nach Kosten (TER) und Steuer sehen, mit Teilfreistellung, Abgeltungsteuer-Schätzung und Jahrestabelle. Für Altersvorsorge und Sparplan-Vergleiche mit ehrlichen Nettowerten statt Werbezahlen.

Der ETF-Sparplan-Rechner bildet ab, was bei echten Sparplänen vom Ergebnis abgeht: die laufenden Kosten des Fonds (TER) und die Steuer auf den Gewinn am Ende. Die Rate wird monatlich eingezahlt und mit Ihrer Renditeannahme verzinst.

Kurzüberblick

So funktioniert es: Der ETF-Sparplan-Rechner bildet ab, was bei echten Sparplänen vom Ergebnis abgeht: die laufenden Kosten des Fonds (TER) und die Steuer auf den Gewinn am Ende.

Regel und Werte: Monatlich gilt: Depot neu = (Depot alt + Rate) × (1 + Rendite/100/12), danach wird die TER als Depotwert × TER/100/12 abgezogen.

Beispiel: 200 € im Monat, 25 Jahre, 7 Prozent Rendite, 0,2 Prozent TER: Sie zahlen 60.000 € ein.

Eine Hand hält ein Smartphone mit der steigenden Kursgrafik einer Aktien-App
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So funktioniert es

Monatlich gilt: Depot neu = (Depot alt + Rate) × (1 + Rendite/100/12), danach wird die TER als Depotwert × TER/100/12 abgezogen. Am Ende wird der Gewinn mit 70 Prozent × 26,375 Prozent besteuert (Teilfreistellung 30 Prozent).

Berechnetes Beispiel

200 € im Monat, 25 Jahre, 7 Prozent Rendite, 0,2 Prozent TER: Sie zahlen 60.000 € ein. Das Depot steht vor Steuern bei 157.839,58 €, der Gewinn beträgt 97.839,58 €. Nach der geschätzten Steuer von 18.063,63 € bleiben 139.775,95 €.

So erhalten Sie ein verlässliches Ergebnis

Nutzen Sie Werte aus echten Unterlagen: Gehaltsabrechnung, Vertrag, Bescheid oder Rechnung. Fragt ein Feld nach einem Satz, übernehmen Sie den Wert aus Ihrem Vertrag statt eines Werbewerts. Sie vergleichen mehrere Szenarien? Ändern Sie immer nur einen Wert auf einmal und notieren Sie, was sich verändert hat.

Prüfhinweis 2026: Alle Werte auf dieser Seite entsprechen dem geprüften Stand 2026. Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben und ersetzt keine amtliche Berechnung oder Beratung; maßgeblich sind die Angaben der zuständigen Stelle.

Die Steuer wird vereinfacht am Ende berechnet: 30 Prozent des Gewinns bleiben durch die Teilfreistellung für Aktien-ETFs steuerfrei, auf den Rest fallen 26,375 Prozent Abgeltungsteuer inklusive Solidaritätszuschlag an.

Der Rechner bildet die drei Einflussgrößen ab, die über das Ergebnis eines Sparplans wirklich entscheiden: die Sparrate, die Zeit und die Rendite nach Kosten und Steuern. Die Rendite dagegen ist eine Annahme, keine Zusage. Breit gestreute Welt-Aktien-ETFs haben historisch im Mittel um 7 Prozent pro Jahr zugelegt, einzelne Jahrzehnte lagen deutlich darunter oder darüber. Rechnen Sie Ihr Ziel deshalb nie nur mit dem Mittelwert, sondern auch mit einem schwächeren Verlauf.

Typisch für Sparpläne ist die Dynamik des Wachstums: Nach 10 Jahren steht das Depot im Ausgangsbeispiel bei 34.430,35 €, nach 25 Jahren bei 157.839,58 € vor Steuern. Mehr als die Hälfte des Endwerts entsteht also in den letzten Jahren, weil der Zinseszins auf einem großen Bestand arbeitet. Wer früh aussteigt oder den Plan in einer Schwächephase abbricht, verzichtet auf genau den Teil, der das Modell trägt. Ein ETF-Sparplan ist deshalb weniger ein Produkt als eine Verhaltensentscheidung: regelmäßig einzahlen, Kosten niedrig halten, Schwankungen aussitzen.

Zum Abschluss eine Einordnung der Ergebnisse, die Planern oft fehlt: Das berechnete Endkapital ist ein nominaler Betrag in zukünftigen Euro. Bei 2 Prozent Inflation entsprechen die 139.775,95 € nach Steuern in 25 Jahren einer Kaufkraft von nur rund 85.194 € in heutigen Preisen. Für Ziele wie die Altersvorsorge sollten Sie deshalb in Kaufkraft denken und die Zielgröße entsprechend höher ansetzen, statt sich vom Nominalbetrag blenden zu lassen.

Wann dieses Tool sinnvoll ist

Nutzen Sie den Rechner, wenn Sie konkrete Sparplan-Angebote vergleichen, den Effekt der Fonds-Kosten sehen oder Ihre Altersvorsorge mit realistischen Netto-Werten planen wollen.

Schritt für Schritt

  1. Anfangskapital eingeben, falls vorhanden, sonst 0 stehen lassen.
  2. Monatliche Sparrate eingeben.
  3. Laufzeit in Jahren wählen.
  4. Renditeerwartung eintragen, für Welt-Aktien-ETFs oft 6 bis 7 Prozent.
  5. TER Ihres ETFs eintragen (steht im Factsheet, typisch 0,1 bis 0,3 Prozent).
  6. Steuer-Modus wählen und Endwert nach Kosten und Steuer ablesen.

Felder und Ergebnisse, erklärt

Die Sparrate fließt monatlich ins Depot. Die Rendite ist Ihre Annahme vor Kosten, die TER wird monatlich anteilig vom Depotwert abgezogen. Der Steuer-Modus entscheidet, ob am Ende die geschätzte Abgeltungsteuer auf den Gewinn abgezogen wird.

Die Jahrestabelle zeigt Einzahlungen und Depotwert. Kirchensteuer und der Sparerpauschbetrag sind nicht eingerechnet, beide verändern den echten Steuerbetrag.

Die Sparrate ist der direkteste Hebel: Sie skaliert das Ergebnis fast linear. Aus 50 € im Monat werden im Modell 34.943,99 € nach Steuern, aus 200 € werden 139.775,95 € und aus 500 € entsprechend 349.439,87 €, jeweils nach 25 Jahren bei 7 Prozent Rendite und 0,2 Prozent TER.

Bei der Rendite hilft ein Blick auf die Zusammensetzung: Sie besteht aus Kursentwicklung plus Dividenden, die bei thesaurierenden ETFs automatisch wieder angelegt werden und bei ausschüttenden auf Ihr Konto fließen. Für die Rechnung ist das gleichwertig, solange Ausschüttungen wieder investiert werden. Die TER tragen Sie aus dem Factsheet Ihres konkreten ETFs ein, nicht aus der Werbung des Depotanbieters; Sparplanausführungsgebühren des Brokers sind darin nicht enthalten und kommen je nach Anbieter hinzu.

Das Anfangskapital ist ein Betrag, der zu Beginn komplett investiert wird und ab dem ersten Monat mitarbeitet. Es zählt im Ergebnis zu Ihren Einzahlungen. Wer bei null startet, lässt das Feld auf 0; die Rechnung entspricht dann dem reinen Sparplan aus der Rate allein. Ein vorhandenes Depot oder eine Einmalzahlung zu Beginn lässt sich so ehrlich in dieselbe Hochrechnung einbeziehen, statt zwei getrennte Rechnungen zu vermischen.

Die Methode im Detail

Monatlich gilt: Depot neu = (Depot alt + Rate) × (1 + Rendite/100/12), danach wird die TER als Depotwert × TER/100/12 abgezogen. Am Ende wird der Gewinn mit 70 Prozent × 26,375 Prozent besteuert (Teilfreistellung 30 Prozent).

Das ist bewusst ein Schätzmodell: Die echte Besteuerung läuft über die jährliche Vorabpauschale und den Verkauf. Wer die Vorabpauschale einzeln verstehen will, nutzt den Vorabpauschale-Rechner.

Die Kostenrechnung verdient einen genauen Blick, weil sie still und zuverlässig wirkt. Im Ausgangsbeispiel senkt eine TER von 0,2 Prozent den Endwert vor Steuern auf 157.839,58 €. Steigt die TER auf 1,5 Prozent, wie sie bei vielen aktiv gemanagten Fonds und manchen Themen-ETFs üblich ist, bleiben nur 128.824,10 € vor Steuern und 116.117,45 € nach Steuern. Rund 23.659 € des Endwerts kosten die zusätzlichen 1,3 Prozentpunkte Jahresgebühr.

Die Renditeannahme ist der zweite große Hebel. Senken Sie die erwartete Rendite von 7 auf 5 Prozent, fällt der Endwert nach Steuern von 139.775,95 € auf 105.707,45 €, obwohl die Einzahlungen mit 60.000 € identisch bleiben. Das ist keine Rechenlaune, sondern der Zinseszins in beide Richtungen: Zwei Prozentpunkte weniger pro Jahr wachsen sich über 25 Jahre zu einem Drittel weniger Endkapital aus.

Ergänzend zur Rechnung ein Blick auf die Depotseite, die der Rechner nicht abbildet: Gravierender ist die Auswahl des Index selbst: Ein Weltindex mit Schwellenländern verteilt das Risiko anders als ein reiner Industrieländer-Index, und ein nachhaltiger Index schließt Branchen aus, was Rendite kosten oder bringen kann. Für das Ergebnis dieses Rechners sind diese Unterschiede zweitrangig; Rate, Dauer und Kosten entscheiden zuerst.

Weiteres Beispiel: Steuer weglassen

Gleiche Eingaben ohne Steuer-Modus: Der Endwert bleibt bei 157.839,58 €. Der Unterschied von 18.063,63 € zeigt die Größenordnung der Steuer über 25 Jahre. Mit Sparerpauschbetrag (1.000 € pro Jahr für Singles) und jährlicher Vorabpauschale fällt die echte Belastung meist etwas anders, aber in ähnlicher Höhe aus.

Häufige Fehler

  • Mit der Brutto-Rendite der Werbung planen und Kosten und Steuer vergessen: Über 25 Jahre geht so ein Fünftel des Endwerts verloren.
  • Die TER für Kleinigkeit halten: Eine TER von 1,5 statt 0,2 Prozent kostet über 25 Jahre rund 29.000 € Endwert vor Steuern, nach Steuern rund 23.659 €, wie der Kosten-Vergleich in der Methoden-Sektion zeigt.
  • Die Rendite der besten Jahre als Dauerzustand annehmen: Rechnen Sie immer ein zweites, schwächeres Szenario.
  • Den Sparplan in der ersten Börsenkrise stoppen und auf den perfekten Wiedereinstieg warten: Die Erholungsphasen gehören zu den renditestärksten Zeiten im Depot.

Praktische Tipps

  • Wählen Sie ETFs mit niedriger TER: Bei Welt-ETFs sind 0,1 bis 0,2 Prozent üblich und gut.
  • Nutzen Sie den Sparerpauschbetrag mit einem Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank, sonst wird unnötig Steuer einbehalten.
  • Ein Sparplan, den Sie in Krisen nicht stoppen, ist mehr wert als der theoretisch beste Fonds.
  • Planen Sie die Sparrate so, dass sie auch in einem teuren Monat ohne Überlegung weiterläuft: Beständigkeit schlägt Höhe über lange Zeiträume.

Grenzen dieses Tools: Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben und der aktuell geprüften Werte. Verbindliche Werte erhalten Sie nur von der zuständigen Behörde, Ihrer Bank oder Ihrem Steuerberater.

Weiter entdecken

Passend zu diesem Thema: Sparplan-Rechner, Zinseszinsrechner, Gesetzliche-Rente-Rechner und die Übersicht Sparen, Investieren & Rente.

Referenztabelle

SparrateEingezahlt (25 J.)Endwert nach Steuer (7 %, TER 0,2 %)
100 €30.000 €69.887,97 €
200 €60.000 €139.775,95 €
300 €90.000 €209.663,92 €

Welcher ETF für den Sparplan? Die 70/30-Frage

Die meisten Sparer nutzen entweder einen einzelnen Welt-ETF (Industrie- und Schwellenländer in einem Produkt) oder die Kombination aus 70 Prozent Industrieländer und 30 Prozent Schwellenländer. Der Ein-ETF-Weg ist pflegeleichter und verhindert, dass Sie das Rebalancing vergessen.

Sparplan in der Krise: weiterzahlen oder pausieren?

Historisch waren die besten Sparplan-Jahre die, in denen es sich am schlechtesten anfühlte: In der Krise kaufen Ihre 200 € deutlich mehr Anteile. Wer pausiert, kauft die Erholung nicht mit.

Vom Sparplan zur Entnahme: was am Ende des Weges steht

Irgendwann dreht sich der Sparplan um: Statt einzuzahlen, entnehmen Sie. Bei einer Entnahmerate von 4 Prozent pro Jahr braucht es für 1.000 € im Monat rechnerisch 300.000 € Depotwert, weil 12.000 € Jahresentnahme genau 4 Prozent davon sind. Unser Ausgangsbeispiel mit 200 € im Monat erreicht nach Steuern 139.775,95 €, was bei 4 Prozent Entnahme rund 466 € im Monat tragen würde.

Dynamik einbauen: die Sparrate mit dem Einkommen wachsen lassen

Die wirksamste Verbesserung eines Sparplans ist nicht die Fondsauswahl, sondern eine automatische Erhöhung der Rate, etwa um 2 bis 3 Prozent pro Jahr passend zur Gehaltsentwicklung. Über 25 Jahre zahlen Sie deutlich mehr ein als mit starrer Rate, und weil die Erhöhungen in die späten, zinsträchtigen Jahre fallen, wächst der Endwert überproportional mit. Viele Broker und Banken bieten die Dynamik als Option im Sparplan an.

Offizielle Quellen

Die verwendeten Werte entsprechen dem aktuellen Stand. Alle Ergebnisse sind Schätzungen und ersetzen keine Beratung durch Steuerberater, Bank oder Behörde.

Häufige Fragen

Bei Aktienfonds mit mehr als 51 Prozent Aktienanteil bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei, so sieht es das Investmentsteuergesetz vor. Der Rechner nutzt diesen Satz, weil er für die üblichen Welt-Aktien-ETFs gilt. Von 97.839,58 € Gewinn im Beispiel werden nur 70 Prozent versteuert. Ohne Teilfreistellung läge die geschätzte Steuer bei rund 25.800 € statt 18.063,63 €.

Das Modell vereinfacht die Realität: In echt fällt jedes Jahr eine kleine Steuer auf die Vorabpauschale an, der Rest wird beim Verkauf fällig. Für den Endwert über 25 Jahre liegen beide Verfahren nahe beieinander, weil vorab gezahlte Steuern später angerechnet werden. Die Endberechnung zeigt die Größenordnung zuverlässig: im Beispiel rund 18.064 €. Details liefert der Vorabpauschale-Rechner.

Der Sparplan-Rechner zeigt das reine Wachstum einer Monatsrate mit konstantem Zinssatz, ohne Kosten und Steuern, ideal zum Verstehen des Prinzips. Dieser Rechner zieht zusätzlich die TER monatlich vom Depotwert ab und versteuert den Gewinn am Ende mit Teilfreistellung und Abgeltungsteuer. Für Festgeld bleibt das einfache Modell richtig, für ETF-Planungen sollten Sie mit dem Nettowert dieses Rechners arbeiten.

Er ist im Modell nicht eingerechnet, senkt Ihre echte Steuerlast aber spürbar. Pro Person bleiben 1.000 € Kapitalerträge im Jahr steuerfrei, bei Paaren 2.000 €, wenn Sie einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank einrichten. Ohne Auftrag zahlen Sie zunächst zu viel Steuer und holen sich den Betrag über die Steuererklärung zurück. Der echte Endwert nach Steuern liegt deshalb meist etwas über der Schätzung dieses Rechners.

Welt-Aktien-ETFs kosten meist 0,1 bis 0,3 Prozent pro Jahr, große Indexprodukte oft 0,20 Prozent oder weniger. Themen- und Strategie-ETFs verlangen eher 0,4 bis 0,7 Prozent, aktiv gemanagte Fonds häufig 1,5 Prozent und mehr. Der Unterschied wirkt wie ein dauerhafter Renditeabzug: Eine TER von 1,5 statt 0,2 Prozent kostet im Rechner über 25 Jahre rund 23.659 € Endwert nach Steuern.

Nein, ausdrücklich nicht. 7 Prozent sind ein langjähriger Durchschnitt breit gestreuter Aktienmärkte vor Kosten und Steuern. Einzelne Zehnjahreszeiträume lagen deutlich darunter, manche im Minus, andere weit darüber. Lesen Sie das Ergebnis als mittleres Szenario und legen Sie 5 Prozent daneben: Im Rechner sind das 105.707,45 € statt 139.775,95 € nach Steuern.

Für den Vermögensaufbau meist thesaurierend, weil Dividenden automatisch wieder angelegt werden und der Zinseszins ohne Ihr Zutun weiterläuft. Ausschüttende ETFs zahlen die Erträge auf Ihr Konto; wer sie nicht wieder investiert, verschenkt Wachstum. Steuerlich gibt es Unterschiede über die Vorabpauschale. Für diese Rechnung sind beide Varianten gleichwertig, solange Ausschüttungen wieder angelegt werden.

Steigt Ihre Rate jedes Jahr um 3 Prozent, zahlen Sie im Beispiel über 25 Jahre 87.502,23 € statt 60.000 € ein. Der Endwert nach Steuern wächst von 139.775,95 € auf 185.704,28 €, also um fast 46.000 €. Weil Einkommen meist mitwachsen, spüren Sie die jährlichen Erhöhungen kaum. Viele Broker bieten die Dynamik direkt als Sparplan-Option an.

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