Gesundheit & Fitness

Grundumsatz-Rechner

Grundumsatz berechnen: Wie viele Kalorien Ihr Körper in völliger Ruhe verbraucht, nach den Formeln von Mifflin-St-Jeor und Harris-Benedict. Aus Geschlecht, Alter, Körpergröße und Gewicht erhalten Sie beide Schätzwerte pro Tag, dazu den Verbrauch pro Stunde und die Umrechnung in Megajoule.

Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die Ihr Körper in 24 Stunden bei völliger Ruhe verbraucht, nur um Atmung, Herzschlag, Körpertemperatur und Organe am Laufen zu halten. Er macht bei den meisten Menschen 60 bis 75 Prozent des gesamten Tagesverbrauchs aus.

Kurzüberblick

So funktioniert es: Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die Ihr Körper in 24 Stunden bei völliger Ruhe verbraucht, nur um Atmung, Herzschlag, Körpertemperatur und Organe am Laufen zu halten.

Regel und Werte: Mifflin-St-Jeor (Männer: 10 × kg + 6,25 × cm − 5 × Alter + 5; Frauen: − 161 statt + 5) wurde an Messdaten entwickelt und gilt heute als Standard.

Beispiel: Ein 32-jähriger Mann mit 178 cm und 82 kg kommt nach Mifflin-St-Jeor auf 1.778 kcal Grundumsatz pro Tag.

Mann liegt unter einer Messhaube, während sein Ruheumsatz per indirekter Kalorimetrie bestimmt wird
Mann liegt unter einer Messhaube, während sein Ruheumsatz per indirekter Kalorimetrie bestimmt wird

Jetzt berechnen

So funktioniert es

Mifflin-St-Jeor (Männer: 10 × kg + 6,25 × cm − 5 × Alter + 5; Frauen: − 161 statt + 5) wurde an Messdaten entwickelt und gilt heute als Standard. Harris-Benedict stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und liegt oft etwas höher. Gemessen würde der Grundumsatz per indirekter Kalorimetrie im Labor, was im Alltag kaum möglich ist.

Berechnetes Beispiel

Ein 32-jähriger Mann mit 178 cm und 82 kg kommt nach Mifflin-St-Jeor auf 1.778 kcal Grundumsatz pro Tag. Die Harris-Benedict-Formel ergibt 1.869 kcal. Pro Stunde verbraucht sein Körper in Ruhe also rund 74 kcal, das entspricht 7,44 Megajoule am Tag.

So erhalten Sie ein verlässliches Ergebnis

Nutzen Sie Werte aus echten Unterlagen: Gehaltsabrechnung, Vertrag, Bescheid oder Rechnung. Fragt ein Feld nach einem Satz, übernehmen Sie den Wert aus Ihrem Vertrag statt eines Werbewerts. Sie vergleichen mehrere Szenarien? Ändern Sie immer nur einen Wert auf einmal und notieren Sie, was sich verändert hat.

Prüfhinweis 2026: Alle Werte auf dieser Seite entsprechen dem geprüften Stand 2026. Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben und ersetzt keine amtliche Berechnung oder Beratung; maßgeblich sind die Angaben der zuständigen Stelle.

Dieser Rechner zeigt Ihnen zwei bewährte Schätzungen nebeneinander: die neuere Mifflin-St-Jeor-Formel und die klassische Harris-Benedict-Formel. Liegen beide nah beieinander, ist der wahre Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit in diesem Korridor.

Wann dieses Tool sinnvoll ist

Nutzen Sie den Grundumsatz, wenn Sie verstehen wollen, wo Ihre persönliche Untergrenze für eine Diät liegt, Kalorienziele seriös herleiten möchten oder Werte aus Fitnessuhren und Apps auf Plausibilität prüfen wollen.

Schritt für Schritt

  1. Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht eingeben.
  2. Auf Berechnen klicken.
  3. Beide Formelwerte vergleichen: Der Korridor dazwischen ist Ihre realistische Spanne.
  4. Für den Tagesbedarf den Grundumsatz mit Ihrem Aktivitätsfaktor multiplizieren oder den Gesamtumsatz-Rechner nutzen.

Felder und Ergebnisse, erklärt

Die vier Eingaben beschreiben Ihren Körper so, wie es die Formeln brauchen: Geschlecht, weil sich die Körperzusammensetzung im Schnitt unterscheidet, Alter, weil der Umsatz mit den Jahren sinkt, sowie Größe und Gewicht als Maß für die zu versorgende Körpermasse.

Im Ergebnis stehen beide Formelwerte in Kilokalorien pro Tag, dazu der rechnerische Stundenverbrauch und die Umrechnung in Megajoule, falls Sie Werte aus Fachliteratur vergleichen.

Die Methode im Detail

Mifflin-St-Jeor (Männer: 10 × kg + 6,25 × cm − 5 × Alter + 5; Frauen: − 161 statt + 5) wurde an Messdaten entwickelt und gilt heute als Standard. Harris-Benedict stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und liegt oft etwas höher. Gemessen würde der Grundumsatz per indirekter Kalorimetrie im Labor, was im Alltag kaum möglich ist.

Alle Werte sind Schätzungen zur Orientierung. Sie ersetzen keine Diagnose und kein Gespräch mit Ärztin oder Arzt. Muskelmasse, Erkrankungen und Hormone können den echten Wert deutlich verschieben.

Weiteres Beispiel: Frau, 60 kg

Eine 28-jährige Frau mit 165 cm und 60 kg hat nach Mifflin-St-Jeor einen Grundumsatz von 1.330 kcal. Harris-Benedict ergibt 1.403 kcal. Selbst im Bett liegend verbraucht ihr Körper also schon deutlich mehr als die Hälfte der oft pauschal genannten 2.000 kcal.

Häufige Fehler

  • Den Grundumsatz als Diätziel missverstehen: Er ist eine Untergrenze, kein Essensplan.
  • Fitnessuhren-Werte für bare Münze nehmen: Handgelenksgeräte schätzen den Ruheumsatz oft schlechter als die Formel.
  • Nach starkem Gewichtsverlust mit alten Werten weiterrechnen: 10 kg weniger senken den Grundumsatz um rund 100 kcal.

Praktische Tipps

  • Rechnen Sie nach jeder größeren Gewichtsveränderung neu, der Bedarf sinkt beziehungsweise steigt mit.
  • Mehr Muskelmasse hebt den Grundumsatz dauerhaft, ein Kilo Muskeln verbraucht grob 13 kcal pro Tag in Ruhe.
  • Nutzen Sie den Mittelwert beider Formeln als pragmatischen Startwert.

Grenzen dieses Tools: Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben und der aktuell geprüften Werte. Verbindliche Werte erhalten Sie nur von der zuständigen Behörde, Ihrer Bank oder Ihrem Steuerberater.

Weiter entdecken

Passend zu diesem Thema: BMI-Rechner, Kalorienbedarf-Rechner und die Übersicht Gesundheit & Fitness.

Referenztabelle

Person60 kg70 kg80 kg90 kg
Mann, 180 cm, 40 Jahre1.530 kcal1.630 kcal1.730 kcal1.830 kcal
Frau, 165 cm, 28 Jahre1.330 kcal1.430 kcal1.530 kcal1.630 kcal

Grundumsatz messen statt schätzen: indirekte Kalorimetrie

Wer es genau wissen muss, etwa bei Essstörungen oder Leistungssport, kann den Ruheumsatz per Atemgasanalyse messen lassen. Dabei wird über eine Maske Sauerstoffverbrauch und CO2-Abgabe erfasst. Sportmedizinische Institute und manche Kliniken bieten das an. Für den Alltag reicht die Formel, für Therapieentscheidungen ist die Messung der bessere Weg.

Warum der Grundumsatz bei Diäten eine rote Linie ist

Wer dauerhaft unter dem Grundumsatz isst, zwingt den Körper in einen Sparmodus: Schilddrüsenhormone sinken, Muskelmasse schwindet, Müdigkeit und Haarausfall können folgen. Seriöse Abnehmpläne setzen das Defizit deshalb unter den Gesamtumsatz, aber über den Grundumsatz. So bleibt der Fettabbau möglich, ohne die Substanz anzugreifen.

Offizielle Quellen

Die verwendeten Werte entsprechen dem aktuellen Stand. Alle Ergebnisse sind Schätzungen und ersetzen keine Beratung durch Steuerberater, Bank oder Behörde.

Häufige Fragen

Der Grundumsatz ist der Energieverbrauch in völliger körperlicher und geistiger Ruhe, gemessen nüchtern und bei angenehmer Temperatur. Er deckt Atmung, Kreislauf, Körpertemperatur und die Arbeit der Organe. Alles darüber, von Bewegung bis Verdauung, kommt zusätzlich obendrauf.

In Vergleichsstudien liegt Mifflin-St-Jeor bei den meisten Menschen näher am gemessenen Wert, besonders bei Übergewicht. Harris-Benedict überschätzt häufig leicht. Deshalb zeigt der Rechner beide Werte: Die Wahrheit liegt meist dazwischen.

Entscheidend sind Gewicht, Größe, Alter und Muskelanteil. Schwere und große Körper müssen mehr Gewebe versorgen. Zwei Menschen mit gleichem Gewicht können sich um 200 kcal unterscheiden, wenn einer deutlich mehr Muskelmasse hat.

Ja, vor allem durch mehr Muskelmasse aus Krafttraining und durch mehr Alltagsbewegung, auch wenn Letztere streng genommen zum Leistungsumsatz zählt. Crash-Diäten bewirken das Gegenteil: Der Körper fährt den Verbrauch herunter.

Der Gesamtumsatz ist Grundumsatz plus alles, was Sie über den Tag tun: Arbeit, Wege, Sport, sogar Verdauung. Er ergibt sich aus dem Grundumsatz mal einem Aktivitätsfaktor (PAL) und ist die Zahl, die für Ihr Gewicht zählt.

Teilweise. Der Grundumsatz sinkt mit den Jahren, hauptsächlich weil Muskelmasse verloren geht und nicht allein wegen des Alters selbst. Wer bis ins Alter Kraft erhält, bremst diesen Effekt deutlich aus.

Im Schlaf liegt der Verbrauch nur wenig unter dem Grundumsatz. Rechnen Sie grob mit dem Stundenwert: Grundumsatz geteilt durch 24. Bei 1.778 kcal sind das rund 74 kcal pro Stunde, in acht Stunden Schlaf also knapp 600 kcal.

Nein. Der Grundumsatz deckt nur Atmung, Kreislauf, Körpertemperatur und Organarbeit in völliger Ruhe. Verdauung und jede Bewegung, vom Gehen bis zum Sport, gehören zum Leistungsumsatz und damit zum Gesamtumsatz, der für Ihre Ernährung die entscheidende Zahl ist.

Verwandte Tools

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der Übersicht Gesundheit & Fitness.